Helmut

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Familie

Kersten in Holzmühl

Wir sind eine große Familie.

Fricke
Isa Kersten, geb. Fricke hatte 2 Geschwister, die in Norwegen, Oslo und Kiel lebten. Beide sind bereits verstorben.

Isa kam viele Monate nach dem Krieg mit ihrer Mutter aus Ostpreußen über Mecklenburg nach Kiel. Hier wuchs sie auf, machte Abitur und studierte Volkswirtschaft. 1952 lernte sie Helmut in einer Jugendherberge kennen und heiratete ihn 1959.

Isa war seit Jahren schwer herzkrank, von einem Sturz mit gebrochenem Oberschenkel Anfang Februar 2014 dazu Nieren-Komplikationen und dem Krankenhaus-"Norovirus" wurde sie immer schwächer. Am 10. April verstarb sie in Gegenwart der engsten Angehörigen sehr friedlich.

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Isa, 80. Geburtstag, 30.07.2013

Kersten
Helmut Kersten, hatte 4 Schwestern, eine starb 1964 im Kindbett, die anderen leben verstreut in Deutschland, eine Schwester lebt in den USA.

Helmut ist von 1938 bis 1945 in Stolp aufgewachsen, Stolp war und ist eine wunderschöne Stadt. Das Haus in dem wir bis 1945 wohnten steht noch. Stolp, von der Größe und Bedeutung für Pommern vergleichbar mit Fulda in Hessen. Stolp hatte mit Stolpmünde einen mittleren Ostseehafen, lag an der Stolpe. Es gab eine bedeutende Möbelfabrik, Landmaschinenfabriken und die "größte" Molkerei in Preußen. Bekanntes Produkt, der Camenbert "Stolper Jungchen" der heute noch regional in Berlin vertrieben wird. In Stolp gab es eine große Garnison (Blücherhusaren) und einen Militärflugplatz Stolp Reitz.

Zusammen mit Enkel Lluc aus Barcelona und Alec aus Holzmühl machten wir 2009 eine "Ahnenreise". Das war der Wunsch von Lluc, er wollte mal sehen, wo seine Eltern ihre Wurzeln hatten. Wir besuchten auch Isas Heimat in Ostpreußen.
Auf "You Tube" ist eine Bilderzusammenstellung von Stolp/Pommern veröffentlicht, Link auf der Seite "Herkunft".

1945, kurz vor Ende des Krieges fuhr die Mutter per Lazarett-Zug mit 5 Kindern gen Osten und konnte Anfang März 1945 eine Schiffspassage in Gotenhafen (Gdingen) erhalten. Wir hatten alle Angst, denn die "Wilhelm Gustloff" war gerade durch einen Torpedotreffer gesunken, ca. 8.000 Tote, meist Frauen und Kinder. Unser Schiff, die „Kanonier“ kam gut in Kopenhagen an, über verschiedene Lager, nach der Kapitulation "Internierungslager", konnte die Familie 1947 wieder nach Deutschland ausreisen. Als komplette Familie, Vater, Mutter und 5 Kinder, ging die Odyssee über Kiel, Fallersleben, Mörse nach Bad Soden Taunus. In Fallersleben absolvierte Helmut eine Lehre als Landmaschinenschlosser, arbeitete im Volkswagenwerk, studierte anschließend Maschinenbau an der Fachhochschule Wolfenbüttel, Abschluss. Arbeitsbeginn als junger Ingenieur im April 1956 bei Opel in Rüsselsheim.

Unsere Kinder Barbara und Harald wurden 1963 und 1965 geboren, Barbara ist Geschäftsführerin bei einem großen Ingenieurbüro in Barcelona, Harald arbeitet bei Opel Rüsselsheim in der Entwicklung.